Zu viele und zu hohe Zimmer erhöhen den Energiebedarf. Wochenendhäuser können mit Spar-Energiemodus (Thermostate) soweit erwärmt werden, dass Rohre nicht einfrieren und kein Schimmel entsteht. Ideal für diesen Einsatz sind Infrarotheizungen.
Bei Neubauten sind Platz, Ausrichtung nach Süden (Fenster) Funktionen und Integration von Solarthermie / Photovoltaik / Kleinwindanlagen in der Bauplanung bereits zu berücksichtigen.
Dächer und Freiflächen sollten bereits bei der Stromplanung statisch und logistisch für regenerative Energiesysteme vorbereitet sein.
Gute Dämmung ist ausschlaggebend für weniger Energieverbrauch. Das gilt auch für nachträgliche Dämmung und ausreichenden Sonnenschutz im Sommer. Durchsichtige Wärmeschutzfolien, die direkt auf das Fenster angebracht werden, sind eher weniger zu empfehlen. Auch Materialien mit speziellen Oberflächenstrukturen für den Innen- und Außenanstrich verändern die Atmungsaktivität und das Feuchtigkeitsverhalten von Wänden und Decken. Dadurch wird die Raumluft wesentlich verbessert und vor allem Energie und Geld gespart. Denn das neue Material wird wie Farbe aufgetragen und verhindert eine Feuchtigkeitsaufnahme der Wand. LINK-Innenraumdämmungen
Die Feuerwehr warnt ausdrücklich vor bestimmten Dämm-Materialien. Denn manche billigen Stoffe sind zwar zugelassen, können aber bei einem Brand an der Außen-Fassade einen verheerenden Brand verursachen. Sollten keine ausreichenden Brandschutzstreifen an der Fassade vorhanden sein, besteht sogar akute Brandgefahr. Vor der Bestellung recherchieren und entsprechend das geeignete Dämm-Material auswählen, ist deshalb sehr ratsam.
Sehr viele Handwerker und Installationsunternehmen sind Spezialisten für den Aufbau von Photovoltaik oder Kleinwindsysteme sowie deren Energie-Komponenten, wie zum Beispiel Heizungsanlagen. Viele der Unternehmen sind seriös und besitzen mehrjährige Projekt-Erfahrungen. Doch es gibt auch schwarze Schafe. So kommt es immer wieder vor, dass Aufträge zwar angenommen werden, jedoch die Ausführung fachlich, handwerklich, projektnah oder meist finanziell weit weg von den ersten Versprechungen durchgeführt werden. Schauen Sie sich die Internetseiten der Unternehmen und diverse Internetforen an. Sollten keine Referenzen vorhanden sein oder auf den Internetseiten befinden sich nicht nur Energieangebote, sondern beispielsweise Immobilien oder ein Web-Shop, ist besondere Vorsicht geboten. Auch wenn der Verdacht besteht, dass Strohleute am Auftrag auch noch mitverdienen wollen, sollten Sie besonders skeptisch das Angebot prüfen.
Haustürgeschäfte sind im Energie-Bereich schon fast so häufig anzutreffen wie bei Vertreterbesuchen für Telefon / Internet, gedruckte Zeitschriften oder Hilfsorganisationen. So sind gerade Stromanbieter in die negativen Schlagzeilen gekommen. Manche „Drücker“ nennen sich dann „Energieberater“, verkaufen dann aber nur Stromtarife eines Unternehmens. Diese Geschäfte haben 14 Tage Rücktrittsrecht, da u.U. die Angebote größtenteils zweite Wahl und überteuert sind.
Checkliste
- Bei Neuanschaffungen / Kauf für vergleichbare Immobilien den niedrigeren Energieverbrauch wählen.
- Ist das gesamte Gebäude-Objekt energetisch richtig dimensioniert?
- Sind fachkompetente Energieberater, speziell für erneuerbare Energien, in die Planung einbezogen worden?
- Besteht die Absicht individuell angepasste, regenerative, stationäre oder mobile Energietechnik einzusetzen?
- Besteht die Absicht, gemeinschaftliche Beteiligungen in regenerative Energietechniken einzugehen?
- Sind in der Nachbarschaft Initiativen für ein gemeinschaftliches Blockheizkraftwerk oder einer Kraft- Wärmekopplung entstanden?
- Stimmt die Architektur?
- Sind die Wände, das Dach und Fenster/Türen ausreichend und mit möglichst feuerfestem Material gedämmt?
- Steht ein neuer Farbanstrich außen an und soll damit gleichzeitig Energie gespart werden?
- Besteht die Absicht zu renovieren und soll gesundes und energiesparendes Material verwendet werden?
- Ausrichtung der Hauptdachfläche und Fensterfront nach Süden?
- Ist die Heizungsanlage technisch optimiert, wirtschaftlich und sicher betriebsbereit?
- Sind Installationsbetriebe fachlich geeignet und kommen diese aus der näheren Umgebung?
- Befinden sich auf der Internetseite der Anbieter ausreichende Hinweise für die Spezialisierung, oder gibt es Zweifel an der Seriosität?
- Gibt es einen Verdacht, dass Strohmänner/Firmen beteiligt sind?
- Stehen auf der Internetseite des potenziellen Anbieters neben den Energieangeboten noch andere Geschäftsfelder, wie Immobilien oder ein Web-Shop für energiefremde Angebote?
- Gibt es ein aussagekräftiges Impressum?
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